Verband

Über ÖVUS

Im Jänner 2007 haben die Majors der österreichischen Computerspielindustrie, Electronic Arts Austria, Microsoft Austria, Sony Computer Entertainment Austria und Ubisoft Austria gemeinsam den Österreichischen Verband der Unterhaltungssoftware (ÖVUS) gegründet. ÖVUS ist die Interessensgemeinschaft und Branchenvertretung der Anbieter, Produzenten, Vertriebe und Medienschaffenden von Unterhaltungssoftware in Österreich. Als Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen möchte ÖVUS Interessierten unsere Branche näher bringen und als Anlaufstelle rund um das Thema “Computer-, Video- und Onlinespiele” dienen.

Organisation

Zum Präsident wurde Dr. Niki Laber bestellt.

Dr. Laber, ehemaliger Geschäftsführer der weltweit bekannten Entwicklerstudios Rockstar Vienna und Deep Silver Vienna ist einer der österreichischen Computerspiele-Veteranen unter dessen Führung mehrere, weltweite Nummer 1 Hits entstanden sind.

Als einziger allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Computer- und Onlinespiele in Österreich ist er eine jener Personen, die die Entwicklung der österreichischen Computerspieleszene seit Jahren maßgeblich mitgestaltet hat.

Tätigkeitsbereich

Kommunikation über Computer-, Video- und Onlinespiele in der Öffentlichkeit

Videospiele sind ein Kulturgut unserer Zeit und da sich das Tempo der Entwicklung in den letzten Jahren aufgrund der fortschreitenden Technologisierung rasant vervielfacht hat, ist auch der Entwicklungsstand der Spiele seit ihrer Entstehung stetig vorangeschritten. Dies resultierte in einer festen Verankerung der Videospiele in unserer Alltagskultur, nicht zuletzt durch die Einführung innovativer Spielideen und neuer Hardware.

Im Medien- und Entertainmentbereich haben Computer- und Videospiele bereits die Führungsrolle übernommen. In den letzten Jahren hat die Spieleindustrie konsequent ihre Marktanteile ausbauen können und sowohl die Musik- als auch die Filmindustrie umsatzseitig überholt. Allein in Österreich belief sich der Umsatz im Jahr 2015 auf knapp 200 Millionen Euro. Unter Einbeziehung interaktiver Edutainment-Software, Mobile-Apps sowie Downloads, sogar noch weit darüber.

Laut dem Global Entertainment and Media Outlook 2014 von Price Waterhouse Coopers, setzen Videospiele weltweit bereits Milliarden um. Insgesamt wird der Markt in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Ziel von ÖVUS ist es, die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit, sowie den bereits erlangten Stellenwert unserer Industrie innerhalb des Entertainment-Sektors, medienwirksam zu publizieren und wichtige politische Kontakte zu knüpfen.

Maßnahmenentwicklung zur Förderung von Medienkompetenz sowie des Kinder- und Jugendschutzes

Jugendschutz im Medienzeitalter hat sich für alle Beteiligten als schwierige Aufgabe erwiesen. Vor allem Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder in der virtuellen Welt des Cyberspace und der Computer- und Videospiele, da Ihnen in den meisten Fällen der persönliche Zugang zu diesem Thema fehlt. Eltern sind verunsichert, wenn sie nicht wissen, mit wem sich ihre Kinder treffen und was während ihrer Abwesenheit “passiert”.

Mittlerweile stellen beispielsweise die großen Hardwarehersteller Microsoft, Sony und Nintendo bereits ab Werk die Möglichkeit zur Verfügung, den Zugang von Software (Spielen) auf ihren Konsolen mittels Altersfreigaben zu steuern. Dadurch wird garantiert, dass Kinder nur für ihr Alter gerechte Spiele verwenden können, sowohl während der An- als auch Abwesenheit der Eltern. Medienkompetenz muss und kann erlernt werden und zwar von allen beteiligten Parteien. Dies schließt Eltern, Kinder, Hersteller, aber auch Medien und Gesetzgeber mit ein.

ÖVUS möchte als Vermittler und generelle Anlaufstelle helfen, Medienkompetenz aufzubauen und den Jugendschutz in Österreich zu fördern. Dies wird durch Veranstaltungen wie zum Beispiel die GAME-CITY: “Computerspiel findet Stadt!”, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien veranstaltet wird, gewährleistet.

Ein weiteres erklärtes Ziel von ÖVUS ist es, eine Indizierung (ähnlich wie in Deutschland) von Computerspielen zu verhindern. Vielmehr liegt der Fokus auf einer Einheitlichen Ausweisung der Altersfreigaben (PEGI) sowie der Hervorhebung positiver Computerspiele (BUPP) – im Gegensatz zu Verboten.

www.gemeinsamspielen.at

ÖVUS, der Österreichische Verband für Unterhaltungssoftware, möchte alle Verantwortlichen dabei unterstützen, für Kinder und Jugendliche ein kompetenter Partner im Bereich interaktiver Unterhaltung zu sein. Als Vertreter der Computer- und Videospielindustrie tragen wir gemeinsam mit dem Handel und den Erziehungsberechtigten Verantwortung für die altersgerechte Handhabe dieser Produkte. Eine unserer wichtigsten Bemühungen stellt die übersichtliche und einfach verständliche Alterskennzeichnung der Produkte durch das international etablierte PEGI (Pan European Game Information) System dar, dessen Bedeutung wir auf der oben genannten Website den Erziehungsberechtigten vermitteln möchten.

Kampf gegen Softwarepiraterie

Softwarepiraterie wird immer noch als Kavaliersdelikt gesehen und erfährt leider stetige, jährliche Zuwachsraten. Laut einer von ISFE (Interactive Software Federation of Europe) 2007 in Auftrag gegebenen Studie, durchgeführt durch Nielsen Interactive Entertainment, besitzen vier von zehn Spielern in Europa illegal kopierte Spiele. Weiters wurde festgestellt, dass nur 63% der Befragten den Kauf von illegaler Software als Verbrechen empfinden.

Die niedrigste Hemmschwelle liegt bei PC Spielern, da diese die Software direkt auf den Computer herunterladen und zum Einsatz bringen können. Aufgrund technischer Hürden, durch die notwendige Adaption der Hardware, ist auf den Konsolen illegale Software weniger oft verbreitet. Trotzdem beläuft sich der dadurch entstandene Schaden für die Industrie auf einen mehrstelligen Millionenbetrag pro Jahr.

Ein wichtiger Teil der Aufgabenstellung von ÖVUS ist, diesen Missbrauch aufzuzeigen und in Zusammenarbeit mit dem nationalen Gesetzgeber sowie der ISFE (Interactive Software Federation of Europe) oder dem österreichischen Verein für Antipiraterie (VAP) aktiv dagegen anzutreten und präventiv tätig zu werden.

Unterstützung von Branchenausstellungen

ÖVUS wird lokale Messen und Veranstaltungen rund um das Thema interaktive Unterhaltung unterstützen. Seit Herbst 2007 ist ÖVUS Mit-Organisator der Veranstaltung GAME-CITY: “Computerspiel findet Stadt!”, die im Wiener Rathaus jährlich an drei Tagen das Thema Computerspiele für Jugendliche und Eltern informativ aufbereitet.

2015 fand das Event bereits zum neunten Mal statt und konnte einen Besucheransturm von mehr als 72.000 Besuchern verzeichnen.

Weiters ist durch die Unterstützung von ÖVUS mit der Vienna Comic Con (www.viecc.com) im November 2015 erstmals ein Popculture-Event nach amerikanischem Vorbild, speziell für die Zielgruppe der Hardcore-Gamer und Fans unterstützt worden.

Bildungsunterstützung

Der Markt für interaktive Unterhaltung ist ein Wachstumsmarkt, der in den nächsten Jahren eine nicht zu vernachlässigbare Anzahl an neuen Jobs in Österreich schaffen wird. Hier ist es die erklärte Aufgabe von ÖVUS, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und Aufklärung zu betreiben, sowie Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche zu fördern.

Zusammenarbeit mit anderen internationalen Verbänden

Internationale Kooperationen mit diversen Branchenverbänden wie z.B. mit dem Deutschen Verband BIU (Bundesverband für Interaktive Unterhaltungssoftware) ist ein weiterer wichtiger Aspekt der ÖVUS Zielsetzung. Im Zuge dieses Bestrebens ist ÖVUS im Sommer 2007 dem europäischen Dachverband ISFE (Interactive Software Federation of Europe) beigetreten.