Aufgaben

Folgende Ziele werden von ÖVUS angestrebt: Kommunikation über Computer-, Video- & Onlinespiele

Videospiele sind ein Kulturgut unserer Zeit und da sich das Tempo der Entwicklung in den letzten Jahren aufgrund der dynamischen Technologisierung rasant vervielfacht hat, ist der Entwicklungsstand der Spiele seit ihrer Entstehung stetig vorangeschritten. Dies resultierte in einer festen Verankerung der Videospiele in unserer Alltagskultur jeglichen Alters, das sich gerade durch die Einführung neuer Spieleideen und innovativer Hardware manifestiert hat. Im Medien- und Entertainmentbereich setzen die Spiele an, die Führungsrolle zu übernehmen. In den letzten beiden Jahren hat die Spieleindustrie konsequent am Thron der Filmindustrie, als umsatzstärkster Mediensektor gerüttelt. Allein in Österreich belief sich der Umsatz für interaktive Unterhaltung im Jahr 2008 auf rund 278 Millionen Euro. Ziel von ÖVUS ist es, die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit, sowie den bereits erlangten Stellenwert unserer Industrie innerhalb des Entertainment Sektors, medienwirksam zu publizieren und politische Kontakte zu knüpfen.

Maßnahmenentwicklung zur Förderung von Medienkompetenz sowie des Kinder- und Jugendschutzes

Jugendschutz im Medienzeitalter hat sich als schwierige Aufgabe erwiesen. Vor allem Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder in der virtuellen Welt des Cyberspaces und der Computer- und Videospiele, da Ihnen in den meisten Fällen der persönliche Zugang zu diesem Thema fehlt. Doch auch hier gibt es Maßnahmen und Regelwerke, die einen sicheren Umgang mit den neuen Medien gewährleisten.

So stellen beispielsweise die großen Hardwarehersteller Microsoft, Sony und Nintendo bereits ab Werk die Möglichkeit zur Verfügung, den Zugang von Software (Spielen) auf ihren Konsolen mittels Altersfreigaben zu steuern. Dadurch wird garantiert, dass Kinder nur für ihr Alter gerechte Spiele anwenden können – sowohl während der An- als auch Abwesenheit der Eltern. Medienkompetenz muss und kann erlernt werden und zwar von allen – dies schließt Eltern, Kinder, Hersteller, aber auch Medien und Gesetzgeber mit ein.

Ein wichtiges Anliegen des Verbandes ist das Abrücken von der Definition, Computer- und Videospiele seien Kinderspielzeug. Digitale Spiele haben sich in unserem Alltagsleben etabliert und begleiten alle Altersgruppen. Laut der amerikanischen ESA, “Entertainment Software Association”, beträgt das Durchschnittsalter der Spieler 33 Jahre, davon sind 60% älter als 18 Jahre alt.

ÖVUS möchte als Vermittler aller Parteien helfen, Medienkompetenz aufzubauen und den Jugendschutz in Österreich zu fördern. Dies wird durch Veranstaltungen, wie zum Beispiel GAME-CITY sowie durch Zusammenarbeit mit den Elternvereinen in den Schulen unterstützt. ÖVUS tritt daher für eine einheitliche Ausweisung der Altersfreigaben (PEGI) sowie der Hervorhebung positiver Computerspiele (BUPP) – im Gegensatz zu Verboten – ein.

Kampf gegen Softwarepiraterie

Softwarepiraterie wird immer noch als Kavaliersdelikt gesehen und erfährt stetige, jährliche Zuwachsraten. Laut einer von ISFE (Interactive Software Federation of Europe) 2007 in Auftrag gegebenen Studie, durchgeführt durch Nielsen Interactive Entertainment, besitzen vier von zehn Spielern in Europa illegal kopierte Spiele. Weiters wurde festgestellt, dass nur 63% der Befragten den Kauf von illegaler Software als Verbrechen empfinden.??Ein wichtiger Teil der Aufgabenstellung von ÖVUS ist, diesen Missbrauch aufzuzeigen und in Zusammenarbeit mit dem nationalen Gesetzgeber als auch der ISFE (Interactive Software Federation of Europe) oder dem österreichischen Verein für Antipiraterie (VAP) aktiv dagegen aufzutreten sowie präventiv tätig zu werden. Dadurch soll eine Eindämmung des jährlichen Schadens, der der Industrie zu Teil wird, erreicht werden.

Unterstützung von Branchenaustellungen

ÖVUS wird lokale Messen und Veranstaltungen rund um das Thema interaktive Unterhaltung unterstützen. Beispiel ist der seit mehreren Jahren stattfindendeAustrian Gamers Choice Award, bei dem Preise für die besten Computer- und Videospiele vergeben werden. Sowie die im Herbst 2007 erstmals ausgetragene Veranstaltung GAME-CITY, die ÖVUS in Kooperation mit der Stadt Wien im Wiener Rathaus veranstaltet, um das Thema Computerspiele allgemein zugänglicher zu machen. 2008 konnte das Konzept der Game-City im Wiener Rathaus mit einer Verdopplung auf rund 52.000 Besucher erneut bewiesen werden.

Bildungsunterstützung

Der Markt für interaktive Unterhaltung ist ein Wachstumsmarkt, der in den nächsten Jahren eine nicht zu vernachlässigbare Anzahl an neuen Jobs in Österreich schaffen wird. Hier ist es Aufgabe von ÖVUS, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und Aufklärung zu betreiben, sowie Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche zu fördern.

Erstellung von unabhängigen Verkaufscharts

Zu den Aufgaben des Verbandes zählen die Erstellung unabhängiger Verkaufscharts für Computer- und Videospiele sowie Entertainmenttitel auf den wichtigsten Plattformen. Diese Charts werden in Kooperation mit media control erstellt und den Mitgliedern sowie Handelspartnern zur Verfügung gestellt. Es soll gewährleistet sein, dass die Charts sämtliche Verkäufe in Österreich widerspiegeln.?Geplant sind exklusive Kooperationen mit österreichischen Medien und Einzelhändlern.

Zusammenarbeit mit internationalen Verbänden

Bereits im Vorfeld der Gründung des Verbandes konnte eine Kooperation mit dem Deutschen Verband BIU (Bundesverband für Interaktive Unterhaltungssoftware) geschlossen werden. Ziel ist es, in den kommenden Jahren weitere Kooperationen mit Verbänden in Europa zu erreichen. Im Zuge dieses Bestrebens ist ÖVUS im Sommer 2007 der ISFE (Interactive Software Federation of Europe) beigetreten